Aufruf: In der Corona-Krise die Obdachlosen schützen

Der Franziskustreff kennt die Nöte der obdachlosen Menschen. Wir schließen uns den Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe an:

1. Die Belegungsdichte in ordnungsrechtlicher Unterbringung der Kommunen und sonstigen Notunterkünften muss umgehend reduziert werden.
2. Um Quarantänemaßnahmen für wohnungslose Menschen sicherzustellen, müssen von den Kommunen abgeschlossene Wohneinheiten in ausreichender Zahl vorgehalten werden.
3. Die basale Versorgung der Menschen, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben, mit Aufenthaltsmöglichkeiten während des Tages, Mahlzeiten, Kleidung, sanitären Anlagen, Händehygiene etc. muss abgesichert sein.
4. Die medizinische Versorgung der wohnungslosen Patientinnen und Patienten muss gewährleistet werden.
5. Den wohnungslosen Menschen in ordnungsrechtlichen Unterkünften der Kommunen usw. und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen regelmäßige COVID-19-Testungen ermöglicht werden.
6. Für besonders vulnerable Gruppen von wohnungslosen Menschen müssen abgeschlossene Wohneinheiten vorgehalten werden, um sie besser schützen zu können.
7. Junge Menschen in Jugendhilfeeinrichtungen sollten jetzt keinesfalls mit dem Erreichen der Volljährigkeit diese Einrichtungen verlassen müssen.
8. Es bedarf gesetzlicher Regelungen zur Aussetzung von Zwangsräumungen aus Wohnraum.
9. Es bedarf eines unbürokratischen und niedrigschwelligen Zugangs zum Bezug von Leistungen der Jobcenter und der Agentur für Arbeit.
10. In die Erlasse der Länder und Kommunen zur Bestimmung kritischer Infrastrukturen müssen die Dienste und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe aufgenommen werden.

Vollständiger Aufruf hier