Mach Dein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) im Franziskustreff
„Gerade in einer Zeit, in der die Zukunft des Bundesfreiwilligendienstes in Deutschland diskutiert wird, ist es ein starkes Zeichen, wenn junge Menschen sich für ein freiwilliges Engagement entscheiden. Kürzungen im Bundeshaushalt gefährden viele Einsatzstellen – umso wertvoller ist es, dass wir auch für das nächste Jahr einen Freiwilligendienstleistenden bei uns willkommen heißen dürfen.“ Bruder Michael Masseo Maldacker, Leiter des Franziskustreffs.
Jede Tasse Kaffee, jeder Teller mit Frühstück ist mehr als eine Mahlzeit im Franziskustreff. Der Ort direkt am Kapuzinerkloster Liebfrauen ist als das gegründet worden, was er seit über dreißig Jahren ist: ein Anker der Hoffnung für obdachlose und arme Menschen. Heute engagieren sich dort, neben Ehren- und Hauptamtlichen, die hier meist aus dem Berufsleben oder Ruhestand heraushelfen, auch ganz junge Menschen. Seit September leistet Matthis sein FSJ in der Hauswirtschaft.
Er beantwortet die Frage, warum er sein freiwilliges Jahr beim Franziskustreff absolviert, so: „Die Arbeit hier hat mich direkt überzeugt und ich finde es schön, dort etwas für Menschen zu tun, wo ich die Not auch sonst in meinem Alltag mitbekomme.“
Nun bald ein Jahr, hilft er beim Frühstücksangebot der rein aus Spenden finanzierten Hilfseinrichtung mitten in Frankfurt. Für die, die manchmal nicht wissen, wo sie die kommende Nacht schlafen können. Und auch nicht, wo die nächste Mahlzeit herkommen soll. Das bewegte bereits die Freiwilligen vor ihm Ben, Lilly und Luna (Foto): „Ich kann und muss nicht jeden retten. Aber ich kann jeden Tag mein Bestes geben, freundlich zu sein und den Gästen ein schönes Frühstück zu bescheren, zuzuhören und so vielleicht ein bisschen Gutes in die Welt tragen“.
Und nun ist es Matthis, der morgens um halb 7 die Tische mit eindeckt: „Ich wollte nach meinem Abitur arbeiten und etwas Sinnvolles tun, abseits vom Lernen in Studium oder Ausbildung. So kam ich schnell zu der Entscheidung, dass ich ein freiwilliges Jahr machen möchte, wo ich genau dazu die Möglichkeit habe.“ sagt er.
Den Funken der Hoffnung zünden
Das trieb auch schon Kapuzinerbruder Wendelin († 2010) an, mehr als dreißig Jahre zuvor. Der Gründer des Franziskustreffs sah das Leid der Menschen, die in der Liebfrauenkirche und in der Nähe Schutz suchten. Er wollte den Funken der Hoffnung in die Herzen der Betroffenen springen lassen. Das Startkapital dafür war mit 1500 Deutschen Mark und einem alten Auto für den Transport von Essensspenden übersichtlich. Doch mit dem tiefen Vertrauen „Wenn Gott uns die Armen schickt, dann sorgt er auch für sie.“ baute Bruder Wendelin den Franziskustreff auf. Als Frühstücksspeisung für Menschen, die kein Zuhause haben und von Armut betroffen sind. Doch nicht nur sie inspirierte er mit seiner großen Zuversicht und Nächstenliebe. Sondern auch die Menschen, die danach beschlossen, zu spenden oder ehrenamtlich im Treff mitzuarbeiten.
Hoffnung aktiv weitertragen
Dass auch nach drei Jahrzehnten nicht nur der Funke zündet, sondern manche Menschen regelrecht darauf brennen zu helfen, das hat viele Gründe. Die FSJler Luna oder auch Matthis kannten Bruder Wendelin gar nicht mehr, doch ist sein Hoffnungsfunken täglich im Treff spürbar und wird aktiv weitergetragen. Nach dem viel zu frühen Tod Wendelins sorgte die Deutsche Kapuzinerprovinz mit dem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen dafür, dass sich die Türen zu Gastraum und Sozialberatung trotzdem verlässlich weiter öffneten. Damit der Franziskustreff Wendelins „Freunden von der Straße“ als Anlaufpunkt erhalten bleibt. Mit der Gründung der Franziskustreff-Stiftung wurde der rechtliche Rahmen für das Fortbestehen und die Weiterentwicklung der etablierten Hilfseinrichtung auch ohne ihren beliebten Gründer geschaffen. Und wer schon mal den Franziskustreff besucht hat, dem wird schnell klar: Dass da nicht nur ein Funke, sondern eine Fackel weitergereicht wurde. „Für mich ist das Besondere am Franziskustreff wirklich, mit wie wenig das angefangen hat und wie es sich weiterentwickelt hat“, sagt Luna, die auch nach ihrem FSJ weiterhin als Ehrenamtliche beim Frühstück hilft.
Die engagierten Menschen, die im Franziskustreff zusammenkommen, halten das Feuer der Hoffnung auch nach drei Dekaden wach. Erreichen gemeinsam so viel Gutes für die Menschen ohne Wohnung und mit nur wenig Zuversicht. Luna, Lilly, Ben und Matthis wollten nach dem Abitur ganz praktisch „etwas Sinnvolles“ tun. Und im Franziskustreff morgens ein reichhaltiges Frühstück für die bereiten, die beinahe nichts im Leben haben: das erfüllte genau ihre Erwartungen.
Und mehr noch: Sie erlebten ab dem ersten Einsatztag im Franziskustreff so viel Herzlichkeit: „Ich glaube das werde ich behalten und nicht vergessen“, resümiert Luna. Dass Hoffnung sich weiterverbreitet, dafür sorgen beseelte Menschen, die die Dinge in die Hand nehmen. Geld oder Sachen spenden. Oder sich die weiße Küchenschürze umbinden: wie einst Ben, Lilly, Luna und derzeit noch Matthis. Aber auch die über 60 ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden in der Hauswirtschaft, der Sozialberatung, der Praxis für Wohnsitzlose und in der Franziskustreff-Stiftung. Gemeinsam arbeiten alle daran, dass vor und hinter dem Frühstückstresen der Funke der Hoffnung überspringen kann. Besonders auf die Gäste. Denn sie sind es, die Hoffnung am meisten gebrauchen können.
Du brennst darauf Hoffnung in diese Welt zu tragen?
Mit dem Schulabschluss in der Tasche möchtest Du Dich nun engagieren und dazulernen? Dann bewirb Dich bei der Hauswirtschaft des Franziskustreffs. Wir suchen ab Sommer 2026 einen interessierten Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi).
Hier geht es zum Stellenprofil
Luna und Ben haben sich während ihrer Zeit im Franziskustreff genauer über die Schulter schauen lassen:
Schaut mal rein und entdeckt, was euch im Herzen Frankfurts erwartet.
Bitte sende Deine Bewerbung in digitaler Form an Katrin Renz
unter hauswirtschaft@franziskustreff.de oder auf dem Postweg an
Franziskustreff-Stiftung,
Stichwort: FSJ/Bufdi,
Liebfrauenstr. 4, 60313 Frankfurt
Wir freuen uns auf DICH!