Sternstunden im Franziskustreff

28.10.2026

Weihnachten für obdachlose und arme Mitmenschen

 

Es ist die rettende Tür, die offen bleibt, wenn alle anderen im Leben zufallen. Das ganze Jahr finden obdachlose und arme Menschen diese Tür im Franziskustreff. Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Frankfurter Hilfseinrichtung für viele Betroffene wie ein leuchtender Stern in der Dunkelheit. Seit über 34 Jahren schenkt er ihnen ein wenig Sicherheit, Wärme und Geborgenheit am Morgen.

Das Team bereitet pro Tag für circa 180 von Obdachlosigkeit und Armut betroffene Mitmenschen ein reichhaltiges Frühstück. Ganz wie in einem Café können die Gäste aus verschieden belegten Tellern auswählen. Die Haupt- und Ehrenamtlichen im Dienst servieren ihnen den Wurst-, Käse-, Fitness- oder gemischten Teller dann direkt am Platz. Dazu heißen, duftenden Kaffee oder Tee, ein Lächeln und freundliche Worte. Das sind Momente, die für Menschen ohne Obdach kleine Sternstunden sind und helfen, Kraft und Mut für jeden neuen Tag zu finden: Um die Sozialberatung nebenan zu nutzen, die konkret im Alltag unterstützt – z. B. Behördengänge vorzubereiten, Anträge zu stellen oder auch den verlorenen Kontakt zu Angehörigen wieder aufzunehmen. Oder sich bei Bedarf auch in der Praxis für Wohnsitzlose helfen zu lassen. So wie die über 260 Patientinnen und Patienten, deren ohnehin schon prekäre Lebenslage durch psychische Erkrankungen noch erschwert wird.

Endlich ankommen

In einem wohlig warmen, sicheren Raum – und bei sich selbst ankommen. Die innere Unruhe und die ständige Alarmbereitschaft des Lebens ohne schützendes Zuhause bleiben vor der Tür. So wünschte es sich der Gründer Kapuzinerbruder Wendelin Gerigk († 2010) für seine „Freunde von der Straße“. Was er 1992 mit nur 1500 DM, ersten Spenden und freiwillig Helfenden wahrmachte, lebt weiter: Wie damals Wendelin hält das Team des Franziskustreffs einen Raum für jene offen, die in der Gesellschaft oft am Rande stehen: Wo sie bedingungslos willkommen sind, sich nicht verstecken müssen, sich anvertrauen können und eine helfende Hand gereicht bekommen. Und vielleicht dadurch den Mut finden, die Hilfsangebote anzunehmen, die das Leben verbessern können.

Weihnachtszeit im Franziskustreff

Leuchtende Sterne, Tannengrün, duftender Christstollen und kleine Wünsche, die sich erfüllen. Das sind kleine Sternstunden, mit denen der Franziskustreff obdachlose und arme Menschen an den Feiertagen beschenkt. Die Gäste werden nach ihren Weihnachtswünschen gefragt, um ihnen mit Gutscheinen für Kinokarten, Lebensmittel oder einer warmen Winterjacke, eine Freude zu machen. Dazu bekommen sie auch noch weitere kleine Geschenke von jenen, die jedes Jahr backen, basteln oder stricken, um auch denjenigen ein schönes Fest zu bescheren, denen es gerade nicht gut geht. Das sind Momente, die sich wie Zuhause anfühlen. Momente, an denen man sich weniger allein fühlt – nicht nur an Weihnachten.

Jede Spende wirkt

Der Dreiklang der Hilfsangebote verstärkt sich gegenseitig. Das erhöht die Chancen, dass Menschen ihre Situation verbessern können. Das ganze Jahr gibt es das Frühstück, die Sozialberatung und die Praxis für wohnsitzlose Menschen. Dazu Aktivitäten, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, wie das Begegnungscafé des Franziskustreffs: Reden – Begegnen – Café, kurz ReBeCa, sowie die Kooperationsprojekte Straßen-Uni und Mach mit!. Das ist nur möglich mit Hilfe von Spenden und Menschen, die sich engagieren.

Die vom Kapuzinerorden nach dem Tod des Gründers errichtete Franziskustreff-Stiftung führt Wendelins Werk als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts weiter. Dabei begreifen die Mitarbeitenden jede Gabe als Auftrag der Wohltäterinnen und Wohltäter, die Türen zum Franziskustreff offen zu halten. Und Bruder Wendelins Erbe in seinem Sinne und zugunsten von Menschen in Not weiterzuentwickeln. So eröffnete die Stiftung zuletzt zwei gemeinnützige Tochterunternehmen: Die MainWeg begleitet seit 2022 wohnungslose Menschen nach dem HousingFirst-Prinzip in ein Leben zurück mit eigenem Zuhause. Und die Franziska-Werkstatt hilft seit 2025 Betroffenen dabei, wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

Jede Spende sorgt dafür, dass obdachlose und arme Mitmenschen spüren, dass die Gesellschaft sie nicht ganz vergessen hat. Und so hält auch Ihre Gabe die rettende Tür des Franziskustreffs geöffnet. Setzt der Not ein hoffnungsvolles Signal von Zusammenhalt und Menschlichkeit entgegen.

Spendenkonto:

Wiesbadener Volksbank eG

IBAN: DE10 5109 0000 0077 0317 07

DANKE!

Mehr Informationen unter www.franziskustreff.de